Keller nachträglich abdichten: Kosten, Methoden und Tipps bei Innenabdichtung
Keller nachträglich abdichten – Wie eine Innenabdichtung Ihr Haus vor Feuchtigkeit schützt
Ein feuchter Keller ist nicht nur unangenehm, sondern kann langfristig schwere Schäden an Ihrem Haus verursachen. Feuchtigkeit im Mauerwerk führt oft zu Schimmelbildung, unangenehmen Gerüchen und einer verminderten Wärmedämmung. Wer den Keller trockenlegen möchte, steht vor der Frage: Welche Abdichtungsmethoden gibt es und was kosten sie?
Die nachträgliche Kellerabdichtung ist eine sinnvolle Maßnahme, um bestehende Feuchtigkeitsschäden zu beheben und zukünftige Probleme zu vermeiden. Dabei gibt es verschiedene Verfahren – je nachdem, ob die Feuchtigkeit von außen oder innen eindringt. In diesem Artikel erfahren Sie, welche Ursachen typischerweise für Feuchtigkeitsprobleme verantwortlich sind, welche Methoden es zur Abdichtung gibt, wie eine Innenabdichtung Ihr Haus vor Feuchtigkeit schützt, mit welchen Kosten Sie rechnen müssen und welche Lösung für Ihren Keller am besten geeignet ist.
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[fs-toc-h2]1. Ursachen für Feuchtigkeit im Keller erkennen
Bevor eine Innenabdichtung in Betracht gezogen wird, muss die Ursache der Feuchtigkeitsprobleme klar identifiziert werden. Nur dann kann eine sinnvolle Abdichtungsmaßnahme erfolgen.
Häufige Ursachen:
- Seitlich eindringende Feuchtigkeit: Durch poröses Mauerwerk gelangt Wasser aus dem Erdreich in den Keller – besonders bei fehlender Außenabdichtung.
- Aufsteigende Feuchtigkeit: Bei beschädigter oder fehlender Horizontalsperre steigt Wasser kapillar aus dem Boden ins Mauerwerk auf.
- Kondenswasser: Entsteht durch falsches Lüften – warme, feuchte Luft trifft auf kalte Kellerwände und schlägt sich nieder.
Je nach Ursache kommen unterschiedliche Abdichtungsverfahren infrage. Eine professionelle Begutachtung ist empfehlenswert.
[fs-toc-h2]2. Innenabdichtung oder Außenabdichtung – Wann ist welche Methode sinnvoll?
Die Außenabdichtung ist in vielen Fällen die effektivste Maßnahme gegen eindringende Feuchtigkeit. Sie erfordert jedoch einen erheblichen baulichen Aufwand, da das Erdreich rund um den Keller freigelegt werden muss.
Innenabdichtung eignet sich besonders, wenn:
- eine Außenabdichtung baulich nicht möglich ist (z. B. bei angrenzender Bebauung),
- die Feuchtigkeitsbelastung moderat ist,
- eine schnelle Lösung benötigt wird.
Vorteile der Innenabdichtung:
- Keine Erdarbeiten notwendig
- Geringere Kosten
- Schnelle Umsetzung
Nachteile:
- Behandelt nur die Symptome, nicht die Ursache
- Weniger wirksam bei starkem Wasserdruck
Die Wahl hängt von der individuellen Bausituation ab.
[fs-toc-h2]3. Techniken der Innenabdichtung im Überblick
Zur Abdichtung von innen stehen mehrere Verfahren zur Verfügung, die je nach Schadensbild einzeln oder kombiniert eingesetzt werden können.
Injektionsverfahren
Bei diesem Verfahren wird ein Abdichtungsmittel (z. B. Silikatgel oder Harz) über Bohrlöcher in das Mauerwerk eingebracht. Es verschließt die Kapillaren und verhindert das weitere Eindringen von Wasser.
- Vorteile: Geeignet für aufsteigende oder seitlich eindringende Feuchtigkeit, keine großen Eingriffe nötig
- Nachteile: Nicht bei stark durchnässtem Mauerwerk einsetzbar
- Kosten: 80–150 € pro m²
Sperrputzsysteme
Mehrlagiger Putzaufbau mit wasserabweisenden Eigenschaften. Besteht aus Haftbrücke, Dichtungsschlämme und Sanierputz.
- Vorteile: Sehr robust, geeignet bei drückendem Wasser
- Nachteile: Hoher Arbeitsaufwand, optisch auffällige Putzstärken
- Kosten: 70–120 € pro m²
Beschichtungen
Wasserabweisende Materialien wie Dichtschlämme oder Bitumenanstriche werden direkt auf die Wand aufgetragen.
- Vorteile: Schnell anzuwenden, kostengünstig
- Nachteile: Nur bei leicht feuchten Wänden geeignet
- Kosten: ab 50 € pro m²
[fs-toc-h2]4. Vorteile und Grenzen der Innenabdichtung
Vorteile:
- Schnelle Umsetzung, meist ohne große Baumaßnahmen
- Geringere Kosten im Vergleich zur Außenabdichtung
- Besonders gut bei partiellen Feuchtigkeitsproblemen geeignet
- Kann auch ergänzend zur Außenabdichtung eingesetzt werden
Grenzen:
- Kein vollständiger Schutz bei drückendem Wasser
- Abdichtung erfolgt erst nach dem Wassereintritt
- Erfordert regelmäßige Überprüfung und eventuell Nachbesserung
Die Kosten hängen von verschiedenen Faktoren ab:
- Zustand des Mauerwerks
- Auswahl der Abdichtungsart
- Raumgröße und Anzahl der betroffenen Wände
Preisrahmen:
Kosten pro m² nach Verfahren
Injektionsverfahren 80–150€
Sperrputzsysteme 70–120€
Beschichtungenab 50 €
Zusätzliche Kosten können entstehen für:
- Vorarbeiten wie Putzabschlagen
- Trocknungsgeräte oder Bautrocknung
- Fachgerechte Entsorgung von Altmaterialien
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