Kellerabdichtung nachrüsten: Kosten, Methoden und wichtige Tipps
Keller nachträglich abdichten – So schützen Sie Ihr Haus vor Feuchtigkeit
Ein feuchter Keller ist nicht nur unangenehm, sondern kann langfristig schwere Schäden an Ihrem Haus verursachen. Feuchtigkeit im Mauerwerk führt oft zu Schimmelbildung, unangenehmen Gerüchen und einer verminderten Wärmedämmung. Wer den Keller trockenlegen möchte, steht vor der Frage: Welche Abdichtungsmethoden gibt es und was kosten sie?
Die nachträgliche Kellerabdichtung ist eine sinnvolle Maßnahme, um bestehende Feuchtigkeitsschäden zu beheben und zukünftige Probleme zu vermeiden. Dabei gibt es verschiedene Verfahren – je nachdem, ob die Feuchtigkeit von außen oder innen eindringt. In diesem Artikel erfahren Sie, welche Methoden zur Verfügung stehen, mit welchen Kosten Sie rechnen müssen und welche Lösung für Ihren Keller am besten geeignet ist.

[fs-toc-h2]1. Ursachen für Feuchtigkeit im Keller erkennen
Bevor eine nachträgliche Kellerabdichtung durchgeführt wird, ist es essenziell, die genaue Ursache der Feuchtigkeitsprobleme zu identifizieren. Nur so kann eine passende und nachhaltige Lösung gefunden werden. Feuchtigkeit kann aus unterschiedlichen Quellen stammen, die jeweils unterschiedliche Sanierungsmaßnahmen erfordern.
Eine häufige Ursache ist seitlich eindringende Feuchtigkeit, auch als Sickerwasser bekannt. Dies tritt insbesondere bei älteren Gebäuden auf, die keine ausreichende Außenabdichtung besitzen. Feuchtigkeit aus dem Erdreich dringt durch poröse Kellerwände ein, vor allem bei starkem Regen oder einem hohen Grundwasserspiegel. In solchen Fällen kann das Wasser ungehindert in das Mauerwerk eindringen und sich dort ansammeln, was langfristig zu Schäden führt.
Ein weiteres Problem ist aufsteigende Feuchtigkeit aus dem Boden, die dann entsteht, wenn die Horizontalsperre fehlt oder beschädigt ist. Ohne diese Schutzbarriere kann Wasser kapillar durch das Mauerwerk nach oben steigen. Ein typisches Anzeichen für dieses Problem sind Salzausblühungen an den Wänden, die durch die Verdunstung des Wassers entstehen und Mineralien aus dem Mauerwerk an die Oberfläche bringen.
Nicht zuletzt kann Feuchtigkeit im Keller auch durch Kondensation aufgrund falscher Belüftung entstehen. Besonders im Sommer, wenn warme und feuchte Außenluft in den kühlen Keller strömt, kann sich Kondenswasser an den kalten Wänden niederschlagen. Diese oberflächliche Feuchtigkeit führt oft zu modrigem Geruch, Schimmelbildung und abgeplatzter Farbe. Glücklicherweise lässt sich dieses Problem meist mit der richtigen Belüftungsstrategie vermeiden.
Um die geeignete Abdichtungsmethode zu wählen, ist eine gründliche Analyse der Feuchtigkeitsursache notwendig. In vielen Fällen kann eine professionelle Begutachtung durch einen Fachbetrieb helfen, das Problem exakt zu bestimmen und die bestmögliche Lösung zu finden.
[fs-toc-h2]2. Methoden zur nachträglichen Kellerabdichtung
Je nach Ursache der Feuchtigkeit kommen verschiedene Abdichtungsverfahren infrage.
Außenabdichtung: Die langfristige Lösung
Falls Feuchtigkeit von außen in die Kellerwände eindringt, ist eine Außenabdichtung die effektivste Maßnahme. Dabei wird der Keller von außen freigelegt und mit speziellen Abdichtungsmaterialien geschützt.
Ablauf der Sanierung:
- Aushub des Erdreichs rund um das Gebäude.
- Reinigung und Ausbesserung der Kellerwand.
- Aufbringen einer neuen Abdichtung (z. B. Bitumenschicht oder Dichtschlämme).
- Zusätzlicher Schutz durch eine Noppenbahn oder Dämmplatten.
- Wiederverfüllung des Erdreichs.
Vorteile:
- Sehr effektive, langfristige Lösung.
- Schützt das Mauerwerk dauerhaft vor Feuchtigkeit.
Nachteile:
- Teuer und aufwendig, da Erdarbeiten nötig sind.
- Nicht immer umsetzbar (z. B. bei Nachbarbebauung oder engen Grundstücken).
Kosten:
- Je nach Größe des Hauses: 300–600 € pro Quadratmeter.
- Gesamtpreis für ein Einfamilienhaus: 10.000–25.000 €.
Horizontalsperre gegen aufsteigende Feuchtigkeit
Falls die Feuchtigkeit aus dem Boden aufsteigt, hilft eine Horizontalsperre. Dabei wird eine Barriere im Mauerwerk geschaffen, um das Wasser daran zu hindern, weiter nach oben zu steigen.
Möglichkeiten:
- Mechanische Sperre: Eine spezielle Folie oder Edelstahlplatte wird ins Mauerwerk eingeführt.
- Injektionsverfahren: Ein Dichtmittel (z. B. Silikonharz oder Paraffin) wird ins Mauerwerk gespritzt, um die Kapillaren zu versiegeln.
Vorteile:
- Günstiger als eine Außenabdichtung.
- Kann ohne große Bauarbeiten nachträglich eingebracht werden.
Nachteile:
- Funktioniert nicht bei stark durchfeuchtetem Mauerwerk.
- Injektionsverfahren müssen nach einigen Jahren wiederholt werden.
Kosten:
- Injektionsverfahren: 100–250 € pro laufendem Meter Wand.
- Mechanische Sperre: 200–400 € pro laufendem Meter Wand.
Innenabdichtung: Die schnelle Alternative
Falls eine Außenabdichtung nicht möglich ist, kann eine Innenabdichtung helfen. Dabei wird die Kellerwand von innen mit einer wasserdichten Schicht versiegelt.
Materialien:
- Dichtschlämme
- Bitumenanstrich
- Sanierputze, die Feuchtigkeit regulieren
Vorteile:
- Schnelle und kostengünstige Lösung.
- Schutz vor Feuchtigkeit, ohne Außenarbeiten.
Nachteile:
- Beseitigt nur die Symptome, nicht die Ursache.
- Nicht für stark feuchte Wände geeignet.
Kosten:
- Dichtschlämme & Anstriche: 30–100 € pro Quadratmeter.
- Sanierputze: 40–80 € pro Quadratmeter.
- Außenabdichtung: Ideal bei seitlich eindringendem Wasser – aufwendig, aber langfristig wirksam.
- Horizontalsperre: Notwendig bei aufsteigender Feuchtigkeit – mechanisch oder per Injektion möglich.
- Innenabdichtung: Für leichte Feuchteschäden oder wenn Außenmaßnahmen nicht machbar sind.
[fs-toc-h2]Fazit: Eine nachträgliche Kellerabdichtung lohnt sich!
Feuchtigkeit im Keller ist ein ernstzunehmendes Problem, das nicht nur die Bausubstanz gefährdet, sondern auch die Wohnqualität beeinträchtigt. Eine nachträgliche Kellerabdichtung kann verhindern, dass Schimmel entsteht und hohe Sanierungskosten auf Sie zukommen.
Die Wahl der richtigen Methode hängt von der Ursache der Feuchtigkeit ab. Während eine Außenabdichtung die beste langfristige Lösung ist, können Horizontalsperren und Innenabdichtungen eine kostengünstigere Alternative bieten. Bevor Sie Maßnahmen ergreifen, ist eine genaue Analyse des Problems wichtig – oft lohnt es sich, einen Fachbetrieb für eine professionelle Einschätzung hinzuzuziehen.
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